Mein NAS Home Server

Auch bei mir im privaten Bereich fallen in der Zwischenzeit Mengen an Bits und Bytes an, so das ich irgendwann an dem Punkt ankam und planen musste, wo und wie ich diese Daten preisgünstig, trotzdem relativ sicher und einfach bedienbar ablegen kann.

Für (jetzt) kleines Geld, damals noch deutlich teurer, gibt es fertige NAS Systeme zu erwerben. Die zwei bekanntesten dürften hier vermutlich QNAP und SYNOLOGY sein.

Mein erstes NAS war für eine Festplatte mit einer Kapazität von 500GB und vom Hersteller SYNOLOGY (DS114j), danach hatte ich von QNAP ein Modell mit zwei Festplatteneinheiten (2x 1TB). Die Datenmengen stiegen, und die Ansprüche sowie Einsatzbereiche auch. Ich finde es müssig, zum schauen eines Films jedesmal die DVD oder die Bluray in das Gerät einzulegen, und noch mit einer weiteren Fernbedienung herumzuhantieren.

Alle meine persönlichen Daten, Bilder, Musik und Filme sollen zentral im Netzwerk zur Verfügung stehen, und ich möchte darauf sowohl Zuhause als auch von unterwegs darauf zugreifen können. Desweiteren möchte ich meine Filme jederzeit schauen, ohne mich mit Konvertierung und Anpassung beschäftigen zu müssen. Ich möchte meine Filme in der Wohnstube über mein APPLE TV am Fernseher genießen wollen, aber auch am AMAZON Fire TV Stick oder vom iPhone außerhalb des Hauses, z.B. im Urlaub aus dem Hotel.

Dafür bieten beide Hersteller Geräte mit entsprechender Multimedia Funktionalität an, bei SYNOLOGY erkennbar an der Erweiterung „play“ hinter dem Produktnamen.

Somit entschied ich mich für eine SYNOLOGY DS216play.

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    Dies funktionierte an sich auch sehr gut, jedoch war die Box nicht  Leistungsfähig genug, um trotz verbauten Dual Core Prozessor mit 1.5GHz zwei Filme gleichzeitig wiedergeben zu können.
    Und wie immer in dieser Branche, es ist doch langweilig, alles fertig serviert zu bekommen, selbst bauen nach eigenen Wünschen und Anforderungen ist doch viel interessanter. Und wie…. 🙂

    So entschied ich mich auf eine Selbstbaulösung mit Standard PC Komponenten mit ausreichend CPU Leistung und Speicherplatz.

    Folgende Komponenten fanden bei mir Verwendung und sind auch noch immer im Einsatz:

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      Das ITX Gehäuse kann bis zu 8 Stück 3,5″  und 4 Stück 2,5″ Festplatten aufnehmen (bei mir 8x Daten Festplatten und 1x SSD für das System), leider liefert das Board nur 6x SATA, davon 4x SATA3, somit entschied ich mich für den 6805E RAID Controller zusätzlich. Leider ist damit der einzige Erweiterungssteckplatz auf dem Board belegt, und ich kann nicht mehr auf 10GB Netzwerk aufrüsten.

      Als Software verwendete ich zuerst OpenMediaVault (kurz OMV), damals in der Version 2. Hierbei handelt es sich um einen LINUX System auf DEBIAN Basis, verpasst mit einer einfach zu bedienenden Weboberfläche zur Konfiguration des System, und mittels diverser Plugins (Erweiterungen) um vielfältige Funktionen erweiterbar. Dieses System war sehr lange im Einsatz, mit zahlreichen Neuinstallation und grauen Haaren meinerseits, da ich entweder mal wieder was sinnloses unter Linux ausprobiert habe, oder Plugins mal wieder nicht ordentlich liefen. Der traurige Abschluss der OMV-Geschichte war dann leider ein Ereignis im Benutzerforum der Software, wo auf eine von mir gestellte technische Frage dermaßen arrogant und auf eine absolut dämliche Art und Weise geantwortet worden ist, wo ich dann leider nicht widerstehen konnte, in der gleichen Weise zu antworten. Lief dann nicht so gut für mich 🙂 🙂 macht man(n) ja auch nicht…

      Eine Alternative musste her, und da ich diese Plugins Geschichte ebenfalls satt hatte, wollte ich es mal selbst probieren, alles komplett allein zu installieren. Als Betriebssystem kommt nun ein Linux UBUNTU Server 16.04 zum Einsatz, für die Multimedia Funktionalität ist der PLEX Server installiert, und meine Musik wird von dem Programm Subsonic verwaltet und wiedergegeben.

      Meine Bilder habe ich zusätzlich bei AMAZON und in der Google Cloud abgelegt, die Chance, das meine Festplatten und die Rechenzentren am gleichen Tag abrauchen, halte ich persönlich doch für sehr gering, und wenn doch, brauch man wahrscheinlich auch keine Computer mehr.

       

      Kurzübersicht der einzelnen Programme:

      PLEX Movie Streaming Server